Vrijheidsmuseum

Der schwarze Winkel

21 Januar 2022 bis einschl. 6 November 2022

Ausstellung

Diese Aktivität wurde beendet.

Obdachlose, Sexarbeiterinnen, alleinerziehende Mütter, arme Großfamilien, Langzeitarbeitslose. Dies sind nur einige wenige aus der sehr vielfältigen Gruppe von Menschen, die von den Nationalsozialisten zwischen 1933-1945 als asozial bezeichnet wurden in Deutschland und den besetzten Niederlanden.

Asozia“

Denn auch in den Niederlanden bekamen ungefähr 2.700 Häftlinge in den Konzentrationslagern den Stempel asozial. Nie zuvor hat man sich eingehend mit ihren Geschichten beschäftigt und diese erzählt. Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Verfolgung der ärmsten Menschen in Deutschland und den Niederlanden in einem größeren Rahmen. Von der frühen Eugenik über die Schrecken der Konzentrationslager bis hin zum langen Kampf um Anerkennung in der Nachkriegszeit. Die niederländische Sozialpolitik in Bezug auf 'asoziale Familien' vor, nach und während des Krieges wird ebenfalls genauer beleuchtet. Bedürftige Familien, die als asozial eingestuft wurden, wurden während und nach der Besatzung in isolierten Lagern auf dem Lande 'umerzogen'.

Unbekannt

Es handelt sich um beeindruckende Geschichten, die der breiten Öffentlichkeit fast völlig unbekannt sein dürften. Wer hat zum Beispiel jemals von der deutschen Bettlerrazzia von 1933 gehört? Oder von den Jugend-Konzentrationslagern Moringen und Uckermark? Wer weiß schon, dass die 'Präventionspolizei' in Brabant und Limburg Jagd auf Bettler, Landstreicher, Schwarzhändler und anderes Gesindel machte? Oder wer kennt die Geschichte der Hunderte von armen Rotterdamern, die unmittelbar nach dem Krieg in Umerziehungslager deportiert wurden? Persönliche Geschichten, ergreifende Dokumente und Gegenstände werden durch Illustrationen von Rob Worst ergänzt. Großformatige Drucke mit dramatischen Schwarz-Weiß-Kontrasten stellen Ereignisse dar, von denen es keine Bilder gibt. Die soziale Relevanz dieses Themas für die moderne Gesellschaft lässt sich erkennen. Das Thema, das sich durch die Ausstellung zieht, lautet Worte als Waffen. Anhand historischer Beispiele erfahren die Besucher, wie Worte auch heute noch stigmatisieren, entmenschlichen und unmenschliche Maßnahmen verschleiern können.

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Datum

21 Januar 2022 bis einschl. 6 November 2022

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Standort

Vrijheidsmuseum

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6561 KR Groesbeek
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Heute von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet

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